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Dr. med. Peter Strauven, MSc.

Facharzt für Ernährungsmedizin,
Facharzt für Allgemeinmedizin.
Master of Science in Preventive Medicine,
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Dickdarmkrebs – Jüngere Menschen unter 50 Jahren

Dickdarmkrebs – Jüngere Menschen unter 50 Jahren

Wie kann ich mich checken?

Studie weist nach: mehr jüngere Menschen betroffen!

Dickdarmkrebs ist mit 1,8 Millionen Fällen im Jahr die Dritthäufigste Krebserkrankung in der Welt.

Das bestätigt die Arbeitsgruppe um Rebecca Siegel aus Georgia, USA in ihrer aktuellen Übersichtsarbeit: http://orcid.org/0000-0001-5247-8522

Bezogen auf das Lebensalter der Betroffenen gibt es international einige Unterschiede:
Zurückzuführen auf gute Vorsorgekonzepte nimmt die Erkrankung in der Altersklasse über 50 Jahren besonders in den Industriestaaten ab. In 43 weiteren Ländern steigt die Zahl der Krebsfälle bei Personen zwischen 20-49 Lebensjahren jedoch an. Südkorea liegt mit 12,9 Fällen auf 100.000 Einwohner unter 50 Jahren an der Spitze – im Zeitraum von 2008 bis 2012. Indien weist mit 3,9 den niedrigsten Level auf, Deutschland liegt mit 7,7 Erkrankten pro 100.000 Einwohnern im oberen Mittelfeld. In Holland, Norwegen, Zypern ist das Neuauftreten bei jungen Menschen zweifach höher als bei älteren Personen über 50 Jahren. Diese Trendumkehr begann nach den vorliegenden Unterlagen 1992-1996.

Mögliche Ursachen:
Vermutet wird für Südkorea, dass durch steigende Einkommen, besonders nach den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts, sich auch die Ernährungsgewohnheiten geändert haben (Fastfood Ketten, mehr Getreide wie Weizen ect.). Im weiteren Verlauf erreichte Ostasien und damit auch Korea die schnellste Steigerungsrate an überge-
wichtigen Menschen. Übergewicht schon bei jungen Menschen wird als hohes Risiko für früh entstehende Dickdarmkrebserkrankungen angesehen.

Als eventuelle weitere Ursache gilt der Umstand, dass in Südkorea siebenmal mehr Antibiotika an Kinder ausgegeben werden als zum Beispiel in Norwegen. Antibiotika stören die Darmflora; hier ist zu bedenken, dass das Darm-Mikrobiom, also die Gesamtheit aller im Darm vorkommenden und „arbeitenden“ Bakterien bzw. Mikroorganismen unser größtes Immunabwehr-Organ darstellt.

Fazit:

Übergewicht, viel „Junk Food“, viele Antibiotika, ein schlechtes Darmflora-System in jungen Jahren fördern eindeutig Dickdarmkrebs auch unter 50 Jahren. Genetische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle: dazu wurden neue Forschungsabteilungen an deutschen Universitäten eingerichtet.

Wie kann man sich schützen?

Unser Check:

  1. Eine gute ausführliche Anamnese: u.a. Familie, bei Dickdarmkrebs-Vorerkranungen besteht ein höheres Risiko! Ernährung, Gewicht, Kreislauftest, Sport, Antibiotika-Einnahme, Allergien, Lebensmittel-Unverträglichkeiten, Zöliakie, u.a.
  2. Untersuchung auf Blut im Stuhl (auch immunologisch), preislich günstig.
  3. Untersuchung der Darm-Mikrobiom-Darmflora
  4. Arztuntersuchung
  5. Spezielle Screenings im Testlabor gibt es nicht: Laboruntersuchungen auf Entzündungen sind meist nicht hilfreich. Allerdings kann ein Stuhltest auf Calprotectin Entzündungen auf der Darmoberfläche nachweisen (mindestens >100).
  6. Ernährungsberatung (Arzt und Ernährungswissenschaftlerin) einschl. Sport regelmäßig (Entzündungshemmung)

Wenn Sie Fragen haben, mailen Sie mich an: strauven@t-online.de

Um einen Termin zu vereinbaren, wählen Sie bitte: 0228 634940

Literatur:

“Global patterns and trends in colorectal cancer incidence in young adults”,

Rebecca Siegel et al., Gut, 2019, online, 5 september 2019,

http://orcid.org/0000-0001-5247-8522

“Cancer statistics, 2020”: A Cancer Journal for Clinicians, doi,10.3322/caac.21590

 

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