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Dr. med. Peter Strauven, MSc.

Facharzt für Ernährungsmedizin,
Facharzt für Allgemeinmedizin.
Master of Science in Preventive Medicine,
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Glutensensitivität gibt es wirklich!

Glutensensitivität gibt es wirklich!

Nur, diese kommt wesentlich seltener vor als gedacht.

Die Ursache für Darmblähungen, Übelkeit, Bauchkrämpfe, Reizdarm, Durchfall u.a. ist aber nicht das Gluten, wie häufig gedacht, sondern  können auch sogenannte Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI)(Insektenabwehrstoffe), sein. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Weizensensitivität.

Um bessere Erträge zu erzielen, züchtet die Industrie immer hochwertigeren Weizen. Hierzu werden Stoffe wie die ATIs benötigt, um den Weizen Widerstand fähiger zu machen. Diese „ATIs“ sind nicht der Gluten-Eiweißklasse, sondern einer anderen Eiweiß (Protein)-Klasse zugehörig. Es ist die zweithäufigste Eiweißklasse in den derzeitigen Weizensorten. Die „ATIs“ werden vom Körper-Immunsystem als „falsch“ erkannt. Eine Immunreaktion entsteht. Diese Reaktion kann eine „Glutensensitivität“, besser Weizensensitivität, auslösen. Leider gibt es keinen Marker für die Bestimmung dieser ATIs im medizinischen Alltag.

Das Krankheitsbild der Glutensensitvität ist immer wieder Thema vieler Diskussionen unter Laien und Ärzten. Tatsache ist: es gibt die Glutensensitivität tatsächlich, aber eben selten. Selten: weil zuvor andere mögliche Ursachen von Glutenerkrankungen (zum Beispiel die Zöliakie, Weizenallergie) nicht ausreichend abgeklärt wurden.

Wie abklären:

Das Krankheitsbild einer Glutensensitivität ähnelt dem der Gluten- Erkrankungen, zumindest anfangs. Eine Abklärung muss erfolgen:

Transglutaminase IGA , Endomysium Antikörper Bestimmung im Blutserum (Zöliakie), bei negativen IGA: Gliadin IGG-Antikörper

IGE RAST Untersuchung im Blutserum auf Weizen; eventuell ein PRICK Test der Haut (von einem erfahrenen Allergologen). Die Bestimmung von IGG Blutserum Antikörper auf Gluten, Weizen sind leider nicht beweisend und sollten nicht bestimmt werden! Auch eine Gluten Bestimmung im Stuhl hat für die Diagnostik leider keinen Beweis!

Magenspiegelung unter weiter regelmäßiger Weizenbelastung (z.B. mindestens 2-3 Toastbrot Scheiben täglich mindestens 2 Monate vorher): hier werden mehrere Biopsien aus oberen dem Dünndarm entnommen

Calprotectin im Stuhl als Zeichen einer möglichen Entzündung; Pankreaslipase Enzym zum Ausschl. einer Bauchspeicheldrüsen- Verdauungsschwäche. Weiterführende Untersuchungen im Stuhl werden in besonderen unklaren Fällen durchgeführt (z.B. Zonulin u.a.)

Blutbild, Entzündungszeichen im Blut (hsCRP, TNF-Alpha, Interleukin 6 u.a.), GPT-Leberwert (unklar, warum erhöht bei Zöliakie); eventuell eine Genuntersuchung HLA-DQ8/2 u.a.

Eine ausführliche Vorgeschichte Erhebung und Beschwerdeanalyse ist ein Muss ebenso wie eine sonographische Untersuchung des Bauches.

 

Fazit:

Erst müssen bestimmte Untersuchungen mit strukturiert durchgeführt werden. Kommt man mit den erwähnten Untersuchungen nicht weiter, dann ist eine Weizenprovokation der beste Weg eine Diagnose zu erhalten: hierbei unterstützt, begleitet der Arzt seinen Patienten/Interessenten.

Die von SABATINO et al. (siehe unten LITERATUR) 2015 durchgeführte doppelblind durchgeführte Cross over Studie (hoher wissenschaftlicher Standard) ist ein eindrucksvoller Beleg, dass es eine „Gluten-Sensitivität“, besser Weizensensitivität (nach den medizinischen Leitlinien) gibt.

Haben Sie Fragen: rufen sie uns an: unter 0228 634940 helfen wir Ihnen gerne weiter! Gerne können Sie auch einen Termin vereinbaren: dieser ist meist sinnvoll, um bei schwierigen Fragestellungen weiter zu kommen. Bringen Sie immer alle vorher durchgeführte Untersuchungen (Labor, Arztberichte) bitte zur Besprechung/Untersuchung mit.

Literatur:

Sabatino et al.: “Small amounts of gluten in subjects with suspected noenceliac gluten sensitivity: a randomized, double blind, placebo controlled, cross-over trial”, Clin.Gastroent.Hepatol. 2015; 13,1604-12

Fiona Godlee, Editor BMJ: “Gluten sensitivity: real or not?”  BMJ 2012; 345 doi: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.e8450 (Published 12 December 2012) Cite this as: BMJ 2012; 345:e8450

Luca Elli, Director, Center for Prevention and Diagnosis of Coeliac Disease, Milano: “Where’s the evidence for gluten sensitivity? “ BMJ 2012; 345 doi: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.e7360 (Published 2 November 2012) Cite this as: BMJ 2012; 345: e7360

Imran Aziz et al.: “Does gluten sensitivity in the absence of coeliac disease exist? “ BMJ 2012; 345 doi: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.e7907 (Published 30 November 2012), Cite this as: BMJ 2012; 345:e7907

 

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