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Dr. med. Peter Strauven, MSc.

Facharzt für Ernährungsmedizin,
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Dickdarmkrebs: Wer hat den größten Nutzen beim Darmkrebs-Screening? - Blog Dr. med. Strauven
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Dickdarmkrebs: Wer hat den größten Nutzen beim Darmkrebs-Screening?

Okt 23 2016

Dickdarmkrebs: Wer hat den größten Nutzen beim Darmkrebs-Screening?

Dickdarmkrebs steht bei Männern mit an der Spitze der Krebsneuerkrankungen in Deutschland. Während früher diese Erkrankung eher mehr über dem 50. Lebensjahr auftrat, hat sich das Erkrankungsrisiko deutlich nach unten entwickelt. Deshalb ist die Vorsorge hier so wichtig geworden.

Acht von zehn Bundesbürgern kennen die Möglichkeit eines Darmkrebs-Screenings (immunologischer Stuhltest/Koloskopie).

Trotzdem liegen die Teilnehmerraten bei nur 20% über einen Verlauf von zehn Jahren laut einer wissenschaftlichen Untersuchung durch Dr. Beller, Uniklinik Mannheim. In Bayern haben jetzt durch das neue schriftliche Einladungsverfahren (ab dem 50. Lebensjahr) immerhin mehr Männer am Screening teilgenommen (Stuhltest/Koloskopie). Ein kleiner Erfolg!

Dies ist deshalb erfreulich, weil Männer früher Dickdarmkarzinome und Darmpolypen entwickeln und zudem auch früher versterben als Frauen. Während in einer von 25 Koloskopien bei den „55 jährigen Vorsorge-Frauen“ ein Karzinom/fortgeschrittenes Adenom aufweisen, haben die Männer diese Quote bereits mit Mitte vierzig Jahren erreicht!

Eine weitere wichtige Risikogruppe sind übergewichtige Menschen, was weniger bekannt ist.

Dr. Lutz aus der Uniklinik Tübingen hat in einer wissenschaftlichen Untersuchung nachgewiesen, dass bei den Organen Speiseröhre und Schilddrüse das Krebsrisiko bei Übergewichtigen sogar größer ist, als der dann schon folgende Dickdarmkrebs. Ursache: ein Cocktail aus Entzündungsbildung und Zuckerstoffwechsel-Ursachen, die bei Übergewichtigen Menschen über lange Jahre schließlich die Darmoberfläche reizen, was zur Krebsentstehung im Darm führen kann.

Dass Verwandte ersten Grades von an Dickdarmkrebs Erkrankten unbedingt zehn Jahre früher eine Koloskopie bekommen sollen (deutlich erhöhtes Risiko) ist schon länger Leitlinie: dies bedeutet eine Koloskopie mit 40 Lebensjahren! Leider geschieht das eher selten.

Meine Bitte an Sie:

Ab 35 Jahren sollten Sie regelmäßig einmal jährlich einen immunologischen Stuhltest auf Blut durchführen lassen. Ab 45 Lebensjahren spreche ich mittlerweile konsequent meine Patienten an und bitte sie eine Koloskopie durchführen zu lassen. Durch die neuen Untersuchungsgeräte, die nur noch eintägige Vorbereitung sowie eine Kurzschlafspritze in die Armbeuge (der Patient schläft zehn Minuten ein und bekommt von der Untersuchung nichts mit) ist die Koloskopie ein erfolgreiches Standardscreening Verfahren in der Medizin geworden. Gerne kläre ich Sie aber auch nochmals in einem Gespräch über Ihr persönliches Risiko auf!

Literatur:

  • Williamson et al.: Colorectal Adenomas, New England Journal of Medicine 2016; 374:1065-1075
  • Schmiedel et al.: Kolorektales Karzinom, Polypenmanagement und Therapie, Dtsch Arztebl att 2009; 106 (51-52): 843-8;
  • Quintero et al.: Equivalency of Fecal Immunochemical Tests and Colonoscopy in familial Colorectal Cancer Screenings, Journal Gastroenterology, 2014, Volume 147, Issue 5, Pages 1021-1030.e1,
  • Glittet et al.: Screening for Colorectal Cancer, N Engl J Med 2010, 362:84-85
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