Glutenintoleranz (Zöliakie) rechtzeitig erkennen

Forschritte in der Forschung: Über einen Gentest ist Zöliakie erkennbar!

In meiner Praxis spielt die Glutenintoleranz zunehmend eine Rolle bei Patienten mit unklaren Bauchschmerzen, unklaren Darmbeschwerden und unklaren Allergien. Hierbei wird zunächst der Stuhl auf Gluten-Antikörper untersucht: Bei einem positiven Befund werden die Antikörper im Blut bestimmt. Erst bei Antikörpern im Blut wird eine Gewebsprobe aus dem Dünndarm gewonnen.

 

 

Das probeweise Weglassen von glutenhaltigen Stoffen (Ernährungsberatung spezialisiert hier bei uns) ist sowohl diagnostisch als therapeutisch wegweisend. Die Durchführung einer solchen Diät ist einfach und wenig kompliziert, erfordert jedoch die Mitarbeit des Patienten.

Schlie?ülich wird eine Dünndarm-Biopsie bei positivem Befund zur weiteren Beweisführung durchgeführt. Resultat in unserer spezialisierten Ernährungs-praxis:
99 % Glutenintoleranz (eher als Folge eines stark gestörten Immunsystems denn aus anderen Gründen wie z. B. Darmflora-Dysbalance, Fruktose-, Laktoseintoleranz, Histaminose u. a.).

Bei erst drei Patienten haben wir tatsächlich eine angeborene Zöliakie gefunden. Eine eindeutige glutenfreie Ernährung bringt eine hervorragende Verbesserung vieler Beschwerden. Die ärztliche Betreuung durch unsere Praxis hat demnach gute Ergebnisse erbracht.  

Angeborene Glutenstoffwechselstörungen (Klebereiwei?üe!) werden aktuell in der unten aufgeführten doppelblind-randomisierten Studie untersucht:
Studie zur Prävention der Zöliakie durch frühkindliche Ernährung - Prevent CD      (CD = Celiac disease)

Seit Januar 2007 widmet sich eine in 10 europäischen Ländern angelegte, von der Europäischen Kommission geförderte Studie der Beobachtung von 1.000 Säuglingen mit der Frage, wie der Entwicklung einer Zöliakie vorgebeugt werden kann. Eine Teilnahme ist möglich, wenn bei Mutter, Vater oder Geschwisterkindern bereits eine Glutenunverträglichkeit vorliegt.

Zunächst klärt ein Gentest (bei Neugeborenen über das Nabelschnurblut, bei Babys bis zum Ende des dritten Lebensmonats mittels eines Mundschleimhautabstrichs), ob die für Zöliakie typischen Risikogene (HLA-DQ2 und DQ8) vorliegen. Fällt dieser positiv aus, wird das Baby in die Studie aufgenommen. Der Hälfte der Kinder wird im fünften und sechsten Lebensmonat eine definierte Menge an Gluten mit der Nahrung zugeführt, die andere Hälfte bekommt ein ähnliches Pulver ohne Gluten. Es handelt sich um eine randomisierte, doppelt-blinde, placebokontrollierte Studie: Die Teilnehmer werden zufällig einer der beiden Gruppen zugeteilt; weder Eltern noch Studienpersonal kennen die Zuteilung.

Ab dem siebten Lebensmonat erhalten alle Kinder Gluten über die Beikost. Alle Kinder sollten nach Möglichkeit gestillt werden. In einem Beobachtungszeitraum von 3 Jahren werden des Weiteren 7 Muttermilchproben, 7 Blutproben des Kindes, 12 Ernährungsfragebögen und der Gentest aller Familienangehörigen nötig.

Derzeit nehmen bereits ca. 700 Babys aus ganz Europa teil.

Eine vorläufige Zwischenbilanz zeigt bei 51 von 60 getesteten Babys einen positiven Gentest (HLA-DQ2 und HLA-DQ8). Europaweit wurde bei zwei Babys eine Zöliakie nachgewiesen.

Interessierte Eltern wenden sich bitte an:

Dr. von Hauner'sches Kinderspital München, Prof. Dr. med. Sibylle Koletzko, Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Tel.: 0 89-51 60 79 31; E-Mail: zoeliakie(at)med.uni-muenchen.de, Website: www.preventceliacdisease.com


Weitere Filme finden Sie unter Multimedia.


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Dr. med. Peter Strauven
Ganzheitlich-biologische Arztpraxis

Tel. (0228) 63 49 40
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