Olivenöl und ungesättigte Fettsäuren ...

... verbessern die Stimmung bei Depressionen!

Eine ausgewogene, kohlenhydratreiche Ernährung mit Seefisch (Omega-3-Fettsäuren) ist eine sehr gute Voraussetzung dafür, Glückshormone zu erzeugen und schlechte Laune und Depressionen fernzuhalten. Untersuchungen mit Fisch und Komponenten des Fischöls weisen nach, dass Depressionen tatsächlich gelindert werden können.

Der Volksmund sagt: Bananen machen glücklich und Schokolade auch. Es finden sich zwar sowohl in Schokolade als auch in Bananen Stoffe, die die Glückshormone fördern, es ist allerdings unmöglich, so viel davon zu essen, dass das Gemüt damit dauerhaft positiv aufgehellt wird.

 

 

Studien belegen, dass kohlenhydratreiche Kost mit Fisch Menschen langfristig fröhlicher und ausgeglichener macht. "Menschen, die niedergeschlagen sind und unter Stimmungsschwankungen leiden, kann es dadurch besser gehen", sagt Psychologe Rob Markus von der Universität Maastricht.

Fünfzig psychisch labile Personen erhielten entweder eine kohlenhydratarme und eiwei?üreiche Ernährung oder eine kohlenhydratreiche und eiwei?üarme Kost.

Anschlie?üend mussten beide Gruppen unter starkem Lärm Mathematikaufgaben lösen. Die Gruppe der kohlenhydratreich ernährten Personen reagierten deutlich entspannter. Sogar um 15 % niedrigere Werte des Stresshormons Cortisol wurden im Speichel dieser Testpersonen gefunden.

Der Konsum von viel Gemüse und Obst, aber wenig Käse, Fleisch oder Nüssen kann labile Menschen positiv unterstützen, so Psychologe Markus. Kohlenhydrate bewirken eine bessere Einschleusung der Aminosäure Tryptophan ins Gehirn (zur Freischaltung der Synapsen). Tryptophan wird im Gehirn als Vorstufe zum Aufbau von Serotonin benötigt, das ?Ä?glücklich macht?Ä? und Stress abbaut. Bei depressiven Menschen mangelt es an Serotonin im Gehirn. Schwere Depressionen können dadurch jedoch nicht behandelt werden - die Ernährung wirkt in diesem Fall nicht als ?Ä?Medikament".

Der Amerikaner Joseph Hibbeln von der Sheffield University prüfte den Einfluss des Konsums von Fisch auf den Gemütszustand.

Je mehr Seefisch verzehrt wurde, desto seltener wurden Depressionen beobachtet, so Hibbeln. Die Selbstmordquote von Asiaten (als regelmä?üigen Fischessern) ist deutlich niedriger als in Europa.

In mehreren Studien testete Hibbeln Fischöl - hier die Omega-3-Fettsäuren des Fisches - als Hilfsmittel gegen Depressionen.

70 depressiven Patienten wurden hohe Dosen an Omega-3-Fettsäuren gegeben. Sie hatten auf normale Antidepressiva nicht angesprochen. In immerhin mehr als zwei Dritteln der Fälle besserte sich der messbare Zustand: Die einzelnen Abstände zwischen Phasen deutlicher Depression wurden länger. Die Forscher interpretieren den Erfolg damit, dass das menschliche Gehirn aus essentiellen Fettsäuren besteht; die Wände der Nervenzellen ebenso. Serotonin, das Glückshormon, und die Omega-3-Fettsäuren scheinen eine enge Beziehung innezuhaben: Depressive mit Serotoninmangel haben häufig auch einen Omega-3-Fettsäuremangel. Und: Der Serotoninspiegel bei Schweinen steigt an, wenn ihr Futter zusätzlich mit Omega-3-Fettsäuren angereichert wird.

Fazit: Mittelmeerkost mit Gemüse, Obst, Fisch sowie Oliven-, Lein- oder Fischöl machen lustig und nicht depressiv.

Mein Tipp: In meiner Praxis empfehle ich entweder Fisch-/Leinöl-Kapseln 2x1g tgl., besonders auch für Schulkinder (1x1 tgl. - es ist auch hirnleistungsfördernd) oder frisches Leinöl aus Süddeutschland. Die Adresse ist gerne bei uns abrufbar: 02 28/63 49 40. Das Leinöl wird auf dem Biofeld frisch gepresst, hält nur 20 Tage und muss kühl und lichtgeschützt gelagert werden (Kühlschrank!).

 

Literatur:

Markus CR.: Food, stress and mood. In: Wadson, D. and Dodds, F., Eds., Performance Functional Foods. Cambridge: Woodhead Publishing Limited.

Markus CR: New insight in the beneficial effects of food on mood and performance: evidence for interference between stress and brain 5-HT. Agro Food Industry High Tech

Markus CR et al.: Does carbohydrate-rich, protein-poor food prevent a deterioration of mood and cognitive performance of stress-prone subjects when subjected to a stressful task? Appetite, 1998 Aug; 31 (1): 49-65.

Hibbeln et al.: Smoking, gender, and dietary influences on erythrocyte essential fatty acid composition among patients with schizophrenia or schizoaffective disorder. Biol. Psychiatry, 2003 Mar 1; 53 (5): 431-41.

Hibbeln et al.: From homicide to happiness - a commentary on omega-3 fatty acids in human society. Cleave Award Lecture. Nutr. Health, 2007; 19 (1-2): 9-19.


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Dr. med. Peter Strauven
Ganzheitlich-biologische Arztpraxis

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