Prävention: Laufen halbiert die Sterberate

... und hält besonders auch im Alter länger fit!

Die Arbeitsgruppe um CHAKRAVARTY, Stanford University - Abteilung für Immunologie und Rheumatologie aus Kalifornien, USA, startete vor 21 Jahren eine Longitudinal-Studie. Das Ergebnis wurde im August 2008 in der anerkannten Zeitschrift "Archives of Interne Medicine", USA (Chakravarty EF. et al., Arch. Int. Med., 2008-Aug.11; 168 (15): 1638-46) veröffentlicht.

 

 

Fragestellung der Beobachtungsstudie: Was bringt dosierter Ausdauersport, vor allem im Alter, wirklich für die Gesundheit?

In der gro?ü angelegten Studie wurden verglichen: Laufklubmitglieder über 50 Jahre mit Kontrollpersonen gleichen Alters, die nicht regelmä?üig liefen. 538 Läufer und 423 gesunde Kontrollpersonen begannen 1984, 284 Läufer und 156 Kontrollpersonen beendeten 2005 die Studie. Einbezogen wurden u. a. der Body Mass Index (BMI), die Lauffrequenz und der standardisierte Health Assessment Questionnaire Disability Index ( HAQ-DI).

Ergebnis der Untersuchung: Nach 19 Jahren waren nur 15 % der Läufer, aber 34 % Personen der Nichtläufer-Gruppe verstorben. (Hier wurde der 2003 veröffentlichte National Death Index zugrunde gelegt.) Unter Berücksichtigung  bzw. Abzug besonderer statistischer Faktoren verstarben 40 % weniger Läufer gegenüber den Nichtläufern in diesem Zeitraum.

Über einen Zeitraum von 21 Jahren untersuchten CHAKRAVARTY et al. weitere Alltagsfaktoren der Läufer (alle waren am Anfang der Studie über 50 Jahre alt):

Ergebnis: Die Fähigkeit, sich im Alltag alleine zurechtzufinden, nahm bei den Läufern im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant langsamer ab. Der Effekt hielt sogar nach der Studie noch an.

Sowohl die Überlebensrate als auch die Alltagsfähigkeiten waren auch im neunten Lebensjahrzehnt noch signifikant unterschiedlich, d. h. dass die Laufvorteile länger anhielten. Die Nichtläufer waren also durchweg im Nachteil.

Die Studienleiter führen eindringlich die Vorteile des Laufens für die Gesundheit des Menschen an: Die Sauerstoffkapazität des Blutes steigt an, die Herz-Kreislauf-Fitness wird eindeutig gesteigert, die Muskelmasse im Alter steigt (Schutz vor Muskelschwund = Sarkopenie!), die Entzündungsbotenstoffe nehmen ab und das Immunsystem wird gestärkt: ein besonderer, im späten Alter wichtiger Vorteil. Hierbei ein interessanter positiver Nebeneffekt: Die Immunantwort auf Impfungen wird durch regelmä?üigen Sport erhöht.

Auch wird in dem Studienbericht nochmals als bereits bekannt erwähnt, dass einige Vorstudien schon belegten, dass durch Ausdauersport die Erkrankungsrate z. B. von Demenzerkrankungen, aber auch von Krebs durch Ausdauersport verringert werden konnte!  

Literatur:
Chakravarty EF. et al., Reduced disability and mortality among aging runners: a 21-year longitudinal study. Arch. Int. Med. 2008 Aug. 11; 168 (15): 1638-46.

Weitere interessante Studie hierzu:
Wang et al., Arch. Int. Med., 2002 Nov 11; 162 (20): 2285-94. Postponed development of disability in elderly runners: a 13-year longitudinal study.

Bluthochdruck: die Nacht entscheidet vieles....

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Dr. med. Peter Strauven
Ganzheitlich-biologische Arztpraxis

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