Wer schon von Kindheit an "zu viel Eisen" vererbt bekommen hat, hat ein hohes Risiko: Das "Zuviel" an Eisen lagert sich schlie?ülich in den Gefä?üen oder auch in anderen Organen ab. Durchblutungsstörungen treten auf - bis zum akuten Herzinfarkt in frühen Jahren. Eine Eisenüberladung des Körpers kann aber auch bei Bluterkrankungen auftreten (Porphyrie), bei Alkoholismus u. a. (= sekundäre Eisenspeicherkrankheit). Sogar bei Zöliakie in Verbindung mit besonderen Genmutationen der Hämochromatose (z. B. HEF-2-Gen) kann es Probleme geben: Wo man doch zunächst meinte, gerade die Zöliakie rufe einen Eisenmangel hervor ...
Das "eiserne" Übel sitzt nicht, wie man eigentlich vermutet hatte, im Darm, sondern in der Leber: Die Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose (vererbbar: autosomal rezessiv!) ist ein Defekt der Leberzellen (Hepatocyten). Denken Sie daran, bei einem Routinecheck auch das Speichereisen einmal bestimmen zu lassen: das FERRITIN. Es handelt sich hier um eine präventive Untersuchung!