Was ist Akupunktur?

Die Akupunktur nimmt als ganzheitliches, komplementäres Verfahren einen hohen Stellenwert in unserer Praxis ein.

Nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist der Körper von energetischen Kanälen (Meridianen) durchzogen, die die inneren Organe miteinander verbinden. Ist der Mensch gesund, flie?üt in den Organen das Qi - die Energie - in Harmonie. Bei einem kranken Menschen hingegen ist dieser Energiefluss gestört. Durch die 361 Akupunkturpunkte des Körpers kann auf diesen Energiefluss eingewirkt werden.

Auf die entlang der Energielinien (Meridiane) verlaufenden Akupunkturpunkte wird mit Hilfe einer speziellen Nadel ein sanfter Reiz ausgeübt - ein geordneter Energiefluss wird wieder möglich. Die Akupunktur ist immer eine individuelle Therapie, denn ein und dieselbe Krankheit kann verschiedene Ursachen haben.

Die therapeutischen Möglichkeiten umfassen die Behandlung von akuten und entzündlichen Erkrankungen sowie von chronischen und inneren Krankheiten. Akupunktur eignet sich nicht nur zur Behandlung von Schmerzsyndromen, Organfunktionsstörungen, Schlafstörungen, des Erschöpfungssyndroms oder von Herz-Kreislauf-Beschwerden, sondern auch als begleitende Ma?ünahme zur Störfeldtheraphie.

Im Durchschnitt sind 8 bis 15, bei älteren Menschen bis zu 20 Behandlungen erforderlich. Die Sitzungen können bis zu zweimal wöchentlich erfolgen - bei einer Dauer von je 45 Minuten.

Durch den Einstich in die Haut werden Nervenfasern aktiviert. Durch diesen Impuls kommt es zur Freisetzung körpereigenen Morphins und schmerzhemmender Substanzen, die im ganzen Körper wirken. Eine fachgerecht durchgeführte Akupunktur hat keine Nebenwirkungen. Meist tritt nach der Behandlung eine wohlige Entspannung ein, manchmal ein Schlafbedürfnis.

 

Was ist Traditionelle chinesische Medizin (TCM)?

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist ein jahrhundertealtes Heilsystem, das im Wesentlichen aus fünf Teilbereichen besteht:

  • Akupunktur
  • Ernährungslehre
  • Kräuterlehre
  • Tuina-Massage
  • Qigong (bewegtes Yoga)
Krankheit und Gesundheit in der TCM

In der traditionellen chinesischen Medizin werden Gesundheit und Krankheit unter ganzheitlichen und energetischen Gesichtspunkten betrachtet und behandelt.

Gesundheit bedeutet harmonisches Flie?üen der Lebensenergie Qi auf definierten Bahnen, den Meridianen. Krankheit entsteht durch Blockade dieses Energieflusses. Die Ursache dafür kann Mangel oder Überfülle an Energie (Yin) oder Substanz (Yang) sein.

Ziel ist eine ganzheitliche Behandlung, die nicht nur die Symptome lindert, sondern die Ursachen der Krankheit erkennt und das Gleichgewicht wieder herstellt.

Ernährung in der TCM

Den Auswirkungen der Ernährung auf den menschlichen Körper wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine hohe Bedeutung beigemessen - Nahrungsmittel gelten als milde Therapeutika.

Jedem Lebensmittel wird eine definierte Wirkung auf den Organismus zugeschrieben.
Es kann sowohl Energie als auch Substanz erhöhen oder vermindern.
Über die Beobachtung von thermischem Verhalten und Geschmack ist eine genaue energetische Einordnung der Wirkung möglich. Über das Temperaturverhalten (kalt-warm) wird die Energie erhöht oder vermindert. Die Geschmacksrichtung (sü?ü, scharf, salzig, bitter, scharf) ist dafür verantwortlich, in welchem Funktionskreis (Element) das Lebensmittel wirkt.

Im Gegensatz zu dem Verfahren bei den im Westen üblichen Diäten kennt man in der TCM keine "guten" oder "schlechten" Nahrungsmittel. Abhängig von der Konstitution und dem angeborenen Typ des Einzelnen wie auch von dem momentanen Beschwerdebild haben die gleichen Nahrungsmittel entweder eine positive oder eine negative Auswirkung auf den Körper. Es gibt keine strengen Verbote.

 

Kräuterlehre in der TCM

Kräuter haben in der Traditionellen Chinesischen Medizin in ihrer Wirkweise eine ähnliche Bedeutung wie die Lebensmittel: Geschmack und thermisches Verhalten beeinflussen die Wirkart und den Wirkort des Krautes.

Tunia in der TCM

Tuina ist eine Kombination aus Massagetechnik und manueller Therapie ("Chiropraktik"). Bei der Tuina-Massage werden die Akupunkturpunkte durch Drücken, Reiben oder Massieren beeinflusst. Dabei richtet sich die Art der Massage nach dem jeweiligen Energiezustand des Patienten. Häufig werden Erkrankungen des Bewegungsapparates, vegetative Störungen (z. B. Nervosität, Reizdarmsyndrom, Schlafstörungen u. a.) durch die Tuina-Massage verbessert. Besonders für Kinder ist sie eine angenehme Behandlungsalternative zur Akupunktur.

Qigong in der TCM

Qigong - auch "bewegtes Yoga" genannt - ähnelt einem langsam durchgeführten Tanz mit verschiedenen festgelegten Figuren. In der Bewegung werden Körper, Atem und Geist, äu?üere Bewegung und innere Ruhe, äu?üere Ruhe und innere Bewegung harmonisch miteinander verbunden. So werden Selbstheilungskräfte aktiviert und Spannungen abgebaut. Die Energie im Körper wird durch die Übung aktiviert und kann frei flie?üen.

Qigong-Übungen sind unabhängig von Alter und Gesundheitszustand von jedem erlernbar. Die Methode ist äu?üerst schonend für Muskulatur, Sehnen, Gelenke und Knochen. Vor allem bei Unausgeglichenheit, Stress, Belastungssituationen und vielen daraus resultierenden vegetativen Störungen wie etwa Verspannungen, Schlafstörungen, Reizdarmsymptomen, Gelenk- und Muskelschmerzen ist die Methode sehr hilfreich.

 


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Dr. med. Peter Strauven
Ganzheitlich-biologische Arztpraxis

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