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Dr. med. Peter Strauven, MSc.

Facharzt für Ernährungsmedizin,
Facharzt für Allgemeinmedizin.
Master of Science in Preventive Medicine,
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Traditionelle Chinesische Medizin: aktueller denn je! - Blog Dr. med. Strauven
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Traditionelle Chinesische Medizin: aktueller denn je!

Aug 28 2012

Traditionelle Chinesische Medizin: aktueller denn je!

Kein alter Zopf, sondern aktueller denn je! Die traditionell chinesische Medizin (TCM) ist ein Jahrtausende altes Heilsystem, in dem Gesundheit und Krankheit unter ganzheitlichen und energetischen Gesichtspunkten betrachtet und behandelt werden: Sie bietet Hilfe bei Kopfschmerz, Rückenschmerz, Schlafstörungen, Allergien, und mehr. Die TCM setzt sich aus fünf Teilbereichen zusammen:
  • Akupunktur
  • Ernährungslehre
  • Kräuterlehre
  • Tuina-Massage
  • Qi-Gong (bewegtes Yoga)
In der traditionellen chinesischen Medizin ist Gesundheit gleichbedeutend mit dem harmonischen Fliessen der Lebensenergie Qi.

Die Krankheit entsteht, wenn der Energiefluss blockiert ist.

Mangel oder Überfülle an Energie oder Substanz (z.B. Blut) können die Ursache sein. Sind Yin (Energie) und Yang (Substanz) im Gleichgewicht, kann das Qi, die Lebensenergie, ungehindert durch den Menschen fließen (durch 12 Funktionsbereiche auf definierten Bahnen, so genannten Meridianen).

Der Körper wird aus Sicht der TCM in fünf Organsysteme (Herz/Dünndarm, Milz/Magen, Lunge/Dickdarm, Niere/Blase, Leber/Gallenblase) eingeteilt. Diese unterstützen sich gegenseitig.

Jedes System ist wiederum in Yin und Yang unterteilt:

In Energie und Materie. Diese müssen untereinander in einem harmonischen Gleichgewicht stehen. Alles Energetische sowie Materielle kann diesen fünf Elementen zugeordnet werden. Das Ziel der TCM ist eine ganzheitliche Behandlung, die nicht nur die Symptome lindert, sondern die Ursachen der Krankheit erkennt und das Gleichgewicht wieder herstellt. Es können somit nicht nur schulmedizinisch nachweisbare Erkrankungen, sondern auch deren Vorstufen (so genannte funktionelle Erkrankungen, Befindlichkeitsstörungen) behandelt werden.

Durch die Anamnese (Befragung), die Betrachtung des Patienten und die Puls- und Zungendiagnose gelingt es ein exaktes energetisches Profil zu erhalten. Hieraus wird der Behandlungsweg festgelegt.

Für uns Europäer bedeutet die traditionelle chinesische Medizin eine zusätzliche Hilfe unsere Erkrankungen, Befindlichkeitsstörungen alternativ zur konventionellen bestehenden Medizin anzugehen. Allerdings müssen wir auch Geduld für unseren Körper mitbringen, und bereit sein unserem Körper eine Chance zu geben: d.h. wir müssen lernen wieder mehr in uns „hineinzuhorchen“ und die Signale unseres Körper einfühlsam aufzunehmen.

Die Vorstellung in der TCM ist, dass der Körper von einem energetischen Netzwerk von Kanälen (Meridiane) durchzogen wird, welches die Inneren Organe miteinander verbindet. Wenn der Mensch gesund ist, fließt in ihnen die Körperenergie (das Qi) in Harmonie. Bei der Behandlung werden die entsprechenden Akupunkturpunkte, die entlang der Meridiane liegen, durch sanften Reiz mit Akupunktur-Nadeln aktiviert. Es kommt zu einer indirekten Behandlung des Organs über den zugeordneten Energiekanal.

Da ein und dieselbe Krankheit verschiedene Ursachen haben kann, ist die Therapie immer individuell. Was fast alle diese Einstichstellen kennzeichnet, hat Hartmut Heine, Anatom aus Baden Baden, herausgefunden: Es sind Lücken in Gewebe und Muskeln, durch die Gefäß- und Nervenbündel aus der Tiefe nach oben ziehen.

Wissenschaftliche Erklärung der Akupunktur:

Der Einstich in die Haut aktiviert Nervenfasern. Der Impuls wird über das Rückenmark in das Gehirn geleitet. Dort kommt es im Hirnstamm zur Freisetzung eines körpereigenen Morphins. Dieses aktiviert die Freisetzung schmerzhemmender Substanzen, welche die Schmerzweiterleitung vom Rückenmark ins Gehirn hemmen. Ein weiteres körpereigenes Morphin welches aus der Hirnanhangsdrüse in Blut und Gehirnflüssigkeit freigesetzt wird, wirkt im ganzen Körper.

Die Methode erfährt auch schulmedizinisch immer größere Akzeptanz, z.B. wird sie zur Geburtsvorbereitung in vielen gynäkologischen Abteilungen an Krankenhäusern eingesetzt.

Chinesische Medizin: Diätetik

Die Beschäftigung mit Ernährung hat in China eine lange Tradition, erste Erwähnungen über Ernährungslehre gehen zurück bis vor mehr als 4000 Jahren. Schon von frühester Zeit an war man sich sehr deutlich bewusst, welche Auswirkungen die Nahrung auf den menschlichen Körper hat und wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für das allgemeine Wohlbefinden ist. Nahrungsmittel sind milde Therapeutika.

In der chinesischen Diätetik wird jedem Lebensmittel eine definierte Wirkung auf den Organismus zugeschrieben. Es kann sowohl Energie als auch Substanz erhöhen oder erniedrigen. Über thermisches Verhalten und Geschmack ist eine genaue energetische Einordnung der Wirkung möglich. Über das Temperaturverhalten (kalt-warm) wird die Energie erhöht oder erniedrigt. Die Geschmacksrichtung (süß, scharf, salzig, bitter, scharf) ist dafür verantwortlich in welchem Funktionskreis (Element) das Lebensmittel wirkt.

Als Beispiel für die Wirkung des Geschmacks auf den Körper sei der Kaffee genannt: er ist bitter und wirkt energetisch gesehen heiss. Bitter ist dem Element Feuer und damit dem Herzen zugeordnet. Wir trinken ihn wenn wir uns müde fühlen, er regt unser Herz an, Blutdruck und Puls steigen und wir sind gleich wacher und konzentrierter.

Im Gegensatz zu den bei uns gebräuchlichen Diäten kennt man in der TCM keine „guten“ oder „schlechten“ Nahrungsmittel. Abhängig von der Konstitution und dem angeborenen Typ des Einzelnen als auch vom momentanen Beschwerdebild haben die gleichen Nahrungsmittel entweder eine positive oder eine negative Auswirkung auf den Körper. Es gibt keine strengen Verbote. Die Anwendung ist denkbar einfach und überall einzusetzen: im Restaurant, in fernen Ländern…

Chinesische Medizin: Kräuter

Mit dem gleichen Prinzip mit dem die Wirkweise der Lebensmittel erklärt wird, lässt sich auch die Wirkweise der angewandten Kräuter erklären: Geschmack und thermisches Verhalten beeinflussen die Wirkart und den Wirkort des Krautes. Die Anwendung ist besonders erfolgreich bei chronischen Erkrankungen.

Chinesische Medizin: Tuina

Tuina ist eine Kombination aus Massagetechnik und manueller Therapie („Chiropraktik“). Bei der Tuina Massage macht man sich die Tatsache zu nutze, dass sich Akupunkturpunkte auch durch Drücken, Reiben, Massieren beeinflussen lassen. Dabei richtet sich die Art der Massage nach dem zugrunde liegenden Energieungleichgewicht. Häufige Behandlungsindikationen sind Erkrankungen des Bewegungsapparates, vegetative Störungen (z.B. Nervosität, Reizdarm, Schlafstörungen u.a.). Besonders für Kinder eine angenehme Behandlungsalternative zur Akupunktur.

Chinesische Medizin: Qigong

Dieses Teilgebiet der TCM kann ganz gut mit dem Begriff „bewegtes Yoga“ beschrieben werden. Sie ähnelt einem langsam durchgeführten Tanz mit verschiedenen festgelegten Figuren. In der Bewegung werden Körper, Atem und Geist, äussere Bewegung und innere Ruhe, äussere Ruhe und innere Bewegung harmonisch miteinander verbunden. So werden Selbstheilungskräfte aktiviert und Spannungen werden abgebaut. Die Energie im Körper kann durch die Übung aktiviert werden und erfrischt und frei fliessen.

Durch die Möglichkeit, die Übungen den individuellen Bedingungen anzupassen und auszuwählen, können Qigong-Übungen unabhängig vom Alter und weitgehend unabhängig vom Gesundheitszustand von jedem erlernt und geübt werden. Die Methode ist extrem schonend für Muskulatur, Sehnen, Gelenke und Knochen.

Vor allem bei Unausgeglichenheit, Stress, Belastungssituationen und den vielen daraus resultierenden vegetativen Störungen wie Verspannungen, Schlafstörungen, Reizdarmsymptomen, Gelenk- und Muskelschmerzen ist die Methode sehr hilfreich.

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Ihr Dr. med. Peter Strauven, Master of Science in Preventive Medicine

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