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Dr. med. Peter Strauven, MSc.

Facharzt für Ernährungsmedizin,
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Verdacht auf Histaminunverträglichkeit: was tun? - Blog Dr. med. Strauven
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Verdacht auf Histaminunverträglichkeit: was tun?

Verdacht auf Histaminunverträglichkeit: was tun?

Die Histaminunverträglichkeit verfolgt viele Menschen. In der Praxis ist die Abklärung manchmal sehr schwierig und nicht einfach zu objektivieren!

Histamin ist ein biogenes Amin. Es kommt in vielen Lebensmitteln vor. Die Konzentration in den Lebensmitteln steigt mit Reife-, Abbauprozessen von Nahrungsmitteln. Ab 100mg Histamin können leichte, ab 1000mg schwerere Beschwerden auftreten: Hautrötungen, Juckreiz, Übelkeit, Brechreiz, Durchfall, Bauchschmerzen oder sogar Herz-,Kreislaufbeschwerden wie Atemnot, schneller Herzschlag.

Ursache ist häufig der unzureichende Abbau von Histaminen zum Beispiel durch die Diaminoxidase, einem Enzym, welches Histamine spaltet. Bewiesen ist der Zusammenhang weiterhin nicht eindeutig. Leider. Das liegt an den vielen Differentialdiagnosen, die die gleichen Beschwerden verursachen können und meist den Laien völlig überfordern: Zöliakie, Urticaria, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Nahrungsmittelallergien, Mastozytose, Tumoren des Dünndarmes und des Dünndarmes,Tumoren des neuroendokrineen Kreises u.v.a.

Es muss eine eingehende Vorgeschichte des Patienten erhoben werden.

Anschließend werden bestimmte Erkrankungen ausgeschlossen. Eine sehr wichtige Hilfe ist das vom Patienten selbst erstellte Symptom- und Ernährungstagebuch. Hierdurch kann sehr oft die Beschwerdesymptomatik eingegrenzt werden. Auch die Einnahme von anderen Medikamenten wie Aspirin oder anderen Entzündungshemmern, sogar Schmerzmitteln wie Metamizol, Schleimlösern Acethylcystein können Symptome, wie oben beschrieben, auslösen: sie sollten also auch mit aufgeschrieben werden.

Fazit:
Histaminunverträglichkeit kann viele Ursachen haben und muss sorgfältig abgeklärt werden. Es muss nicht immer das Enzym Diaminoxidase dahinter stecken, sondern andere Erkrankungen müssen ausgeschlossen werden. Dies gelingt nur mit Geduld, einem mitarbeitenden motivierten Patienten in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Arzt mit einem guten Netzwerk. Gerne helfe ich Ihnen hierbei durch unseren Schwerpunkt Magen-Darm hier in der Praxis.

Literatur:

  • “German guideline for the management of adverse reactions to ingested histamine”,
    Reese et al.: Allergo Journal International, 2017; 26(2): 72–79.
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