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Dr. med. Peter Strauven, MSc.

Facharzt für Ernährungsmedizin,
Facharzt für Allgemeinmedizin.
Master of Science in Preventive Medicine,
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Darmgesundheit: Fragen und Antworten - Blog Dr. med. Strauven
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Darmgesundheit: Fragen und Antworten

Darmbeschwerden
Apr 18 2012

Darmgesundheit: Fragen und Antworten

Frage: Warum ist ein gesunder Darm wichtig für die körperliche Gesamtverfassung?

Darmgesundheit-tippsMehr als 80% unseres Immunsystemes wird durch den Darm und seinen komplizierten Schaltstellen gesteuert. Es sind besonders diese drei Kilogramm Darmbakterien, die dafür sorgen, dass unser Immunsystem funktioniert.

Die „Neuro-Gastro-Enterologie“, ein noch junges Forschungsfachgebiet in der Medizin, entdeckt immer neue Nervenbahnen und Hormone, die unseren Körper, besonders das Immunsystem, entscheidend steuern.

Die bekannte Volksweisheit: „das habe ich aus dem Bauchgefühl heraus gemacht“ hat in der Tat einen nachhaltigen Sinn! Denn hier im Darm spielen sich  komplizierte, biochemische Nerven gesteuerte hormonelle Reaktionen ab.  Besonders Serotonin, auch als Glückshormon bezeichnet, wird im Darm zu 80% hergestellt. Wer schon einmal die Nahrung reduziert oder sogar gefastet hat, kann da mitreden: denn die Nahrungsreduktion brachte die Serotonin Produktion so richtig auf Schwung. Weniger Nahrungsaufnahme sorgt für eine vermehrte Produktion von Serotonin. Die Stimmung verbessert sich. Man fühlt sich vitaler und sogar leistungsfähiger.

Wer sich also um den Darm kümmert („Darmurlaub macht“) hat durchaus Vorteile für seinen Körper! Zum Beispiel ein Mal pro Jahr drei Wochen die Ernährung deutlich zu reduzieren. Nicht umsonst kennen wir alle die historische Fastenzeit von Christen, Juden und aber auch des Islam. Halte Einkehr, reinige Dich, nicht nur geistig, sondern auch körperlich. Menschen über 60 Jahre sollten dies unter ärztlicher  Aufsicht oder nach Beratung machen.

Frage: Welche Krankheiten können aus einem verschlackten Darm entstehen? Gibt es Erkrankungen, die für bestimmte Bevölkerungsgruppen (alte Menschen, Frauen zum Beispiel) charakteristisch sind?

„Verschlackter Darm“ ist ein weiter Begriff!  Zu reichhaltiges Essen, die falsche Essenszeit spät am Abend, falsches hastiges Schlingen („gut gekaut, ist halb verdaut“) beeinträchtigt unser biorhyhtmisch gesteuertes Darmsystem; der Darm wird manchmal regelrecht „misshandelt“! Nur: er kann sich ja nur wehren, indem er uns Signale setzt wie Blähungen, Krämpfe, Völlegefühl, Aufstoßen.

Es entsteht ein regelrechter Kriegsschauplatz im Darm. Die Darmbakterien und die Darmbarriere können sich nur eine Zeit lang wehren! Das „leaky gut syndrom“ entsteht: übersetzt „die  löchrige Darmschutzwand“; es dringen Stoffe in den Darm ein, die schließlich zu Krankheiten wie Histamin, Gluten, Fruktose, Laktoseintoleranz führen können, Entzündungen entstehen!  Dies hat nichts mit einer angeborenen (primären) Laktose-, Fruktose-, Glutenintoleranz zu tun, die bereits seit frühen Jahren bestehen können.

Wir selbst sind es, die dafür gesorgt haben in einer Überflussgesellschaft. In einigen Fällen führen auch Darmviren und Krankheit verursachende Bakterien zu ähnlichen Situationen: siehe Sommerzeit ist Reisediarrhoe – Zeit zum Beispiel.

Wichtig ist: die richtige Untersuchung. Besondere Stuhluntersuchungen führen hier schnell weiter in der Diagnose) und  die richtige Therapie  kommen hier zum Zuge. Dies bedeutet aber auch Zuwendung (Zeit) und ein ausgeklügeltes anschließendes Ernährungskonzept.

Die entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, kommen in Europa wesentlich häufiger als in Ländern wie Indien vor. Die Darmflora hatte  bereits mit zwei bis vier Jahren die Möglichkeit sich den teils schwierigen hygienischen Bedingungen dieser Länder anzupassen und sich zu „wappnen“. Aber es gilt auf jeden Fall: entzündliche Darmerkrankungen, manchmal daherkommend wie ein Chamäleon, müssen immer vorab vom Arzt ausgeschlossen werden. Vor allem, wenn länger anhaltende Darmbeschwerden bestehen.

Die Immunabwehr nimmt mit den Jahren ab.Das bedeutet, auch der Darm kann sensibler auf Viren-, krank machende Bakterien, falsche Ernährung (eher meist der Fall!) reagieren! Dies müssen immer Arzt und Patient berücksichtigen in Ihren Bewertungen. Eine besondere Verteilung  Männer Frauen besteht hier nicht, um auf Ihre Eingangsfrage zurückzukommen.

Frage: Welche wirkungsvollen Darmkuren können Sie empfehlen? Wie wirken diese und gibt es Risiken zu beachten?

Da ist das Feld unerschöpflich. Es beginnt mit der Schroth-Kur, geht über das Buchinger Heilfasten und kann bei der modernen Dr. F.X. Mayr Medizin (MMM – Mayr-Prevent) enden. Alle Kuren können helfen.

Wichtig ist für mich: sie müssen unter erfahrener, ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, gerade bei älteren Menschen. Das Risiko ist nicht weit entfernt: im Internet tummeln sich viele Angebote. Kuren von Nicht-Fachkreisen sollten vorsichtig bewertet werden. Besonders die älteren Menschen ab 60-65 Jahren müssen sorgsam beraten werden. Die Sarkopenie (der Muskelschwund) bei solchen Kuren muss auf jeden Fall verhindert werden. Längere Kuren über mehr als 5 Tage mit stark reduzierter Kost müssen ärztlich überwacht werden. Ein späterer Aufbau ist meist sehr schwierig oder gar nicht mehr möglich. Und: ein gewisser Fettanteil ist wichtig für den Körper, denn hieraus werden ab 55-60 Jahren auch wichtige Hormone produziert! Das ist vielen nicht bekannt!

Frage: Was ist das Besondere an der (modernen) F.X.- Mayr-Kur?

Die moderne Mayr-Medizin (MMM; der alte hausbackene Begriff „Milch-Semmel F. X. Mayr-Kur“ ist out: Weissbrot-Milch = Laktose-, Glutenintoleranz!), hat mittlerweile durch das Umdenken hin zur milden Form einer mehr südländischen Ernährung erheblich, auch in wissenschaftlichen Kreisen der Schulmedizin an Stellenwert gewonnen! Hier ist der Zuspruch in den letzten beiden Jahren deutlich gewachsen.

Der individuelle Tagesablauf wird bei dieser modernen Mayr-Form, abgestimmt auf ein umsetzbares Ernährungskonzept auf der Basis aussagekräftiger, moderner Stuhl- und Laborergebnisse. Die spezielle Kauschulung und ärztliche Bauchbehandlung durch den speziell geschulten Mayr-Arzt unterscheiden sich von den anderen, oben aufgeführten bekannteren  Darmkuren.

Unter www.fxmayr.com sind die Mayr-Zentren, die alle von der internationalen Gesellschaft der F.X. Mayr-Ärzte zertifiziert und kontrolliert werden, aufgeführt. Die derzeit laufende wissenschaftliche Doppelblindstudie wird zeigen, ob dieser Stellenwert gerechtfertigt ist.

Frage: Welche grundlegenden Ernährungsempfehlungen können Sie geben?

Höre auf Deinen Körper Biorhythmus: Esse mindestens 3x täglich zu den gewohnten Zeiten ohne Stress und nicht im Stehen nebenbei (Wertigkeit der Nahrungsaufnahme für den Körper beachten!). Lasse Dich also nicht vom Zeitgeist erfassen (Fastfood, Stehkaffee, Schnellrestaurant…). Du bist Dein eigener „Chef“. Du bestimmst, was Du machst, nicht andere..!

Schlinge nicht und kaue mindestens jeden Bissen 20x : gut gekaut ist halb verdaut (bessere Verdauung, weniger Hungergefühl). Esse nicht zu spät, zu viel, zu fett, besonders nicht vor dem Schlafengehen.

Die Nacht ist zur Erholung, nicht zur Belastung des Darmes da. Du stört Deinen Biorhythmus (Schichtarbeiter sollten nachts eher wenig essen; zum Beispiel zwei Scheiben Brot mit Kräuterquark, Gurke oder ein bis zwei Stücke Obst dazu; oder zwei Scheiben Brot mit ein wenig Käse darauf). Achte auf Dein inneres Gefühl. Meist weißt du selbst genau, was Du nicht verträgst. Lasse es weg oder esse davon wenig. Lasse Dich nicht von Werbung und anderen Dingen verleiten anders zu handeln. Es liegt kein Grund dazu vor…

Allgemeine Empfehlungen wie „Rohkost ist gesund“, „Milch ist gesund und vermeidet Osteoporose“ oder „Vollkornbrot hält fit und gesund“ muss nicht immer für dich stimmen: Lebensmittel-Unverträglichkeiten, Laktose-Intoleranz, Milcheiweiß-Intoleranz, Gluten-Intoleranz können hier ein Wort mitreden…..

Höre also auf Deine innere Stimme, was gut für Dich ist. Wenn Du Fragen hast, dann wende Dich an einen Experten/Expertin. (Arzt/Ärztin für Ernährungsmedizin, ausgebildete Ernährungsberaterin-Ökotrophologin).

Ihr Dr. med. Peter Strauven, MSc.

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