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Dr. med. Peter Strauven, MSc.

Facharzt für Ernährungsmedizin,
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Master of Science in Preventive Medicine,
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Der Darm als Individuum und das 'MIKROBIOM' | Vortrag Dr. Strauven
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Der Darm als Individuum und das Mikrobiom | Vortrag Dr. Strauven

Mai 03 2013

Der Darm als Individuum und das Mikrobiom | Vortrag Dr. Strauven

Deutsche Gesellschaft für Antiaging Medizin – Konferenz 2013 in München 2.-4.Mai 2013: Im Rahmen des grössten deutschen Präventionsmedizin-Kongresses hält Dr.Strauven den Vortrag: „Der Darm als Individuum und das ‚MIKROBIOM‘: Wie Bakterien unsere Gene, Hormone, unser Immunsystem steuern“.

Auszüge aus dem Vortrag:

Joshua Lederberg, Nobelpreisträger aus den USA, prägte als erster den Begriff des „MIKROBIOMS“: die Gesamtheit der Gene der menschlichen Mikroflora.

Durch das Human Mikrobiome Project (HMP) des National Health Institutes in den USA, 2007 und dem europäischen Metagenomics of the Human Intestinal Tract Project (MHIT), 2009, wird die Bedeutung und der Einfluss von Bakterien (>99% der Mikroflora) in unserem Körper erst klar. Ziel: die Sequenzierung aller Mikroflora- Genome des menschlichen Körpers.  Analysiert man alle unsere Gene im Körper einschließlich des Mikrobioms, dann wäre er weniger als 10% „menschlich“, sondern weit überwiegend „mikroflorisch“.

Durch die aktuelle Mikrobiomforschung sind die Erkenntnisse im Magen-Darmtrakt  vorangeschritten:

Helicobacter pylori Bakterien sind eben nicht nur für den Magen in bestimmten Milieus schädlich, im Gegenteil  sie steuern unser Essverhalten (Ghrelin) und sorgen im Mangelfall für Übergewicht, so spekuliert Martin Blaser, Prof. für Mikrobiologie, USA, berichtet: Eine ganze Generation wächst ohne Helicobacter pylori auf, der das Gehirn in ihrem Magen regulieren kann“. Für Anthropologen sind Helicobacter pylori mittlerweile das „Fenster in die Vergangenheit“ geworden. Völkerwanderungen können besser nachvollzogen werden.

Bakteroides fragilis, häufiger Mitbewohner im Darmlumen, stärkt antientzündliche Mechanismen im Darm. Sie produzieren ausreichend  Polysaccharid A(PSA) im Darm, beeinflussen hierüber T-Regulator Zellen, die eine chronisch entzündliche Darmerkrankung verursachen können.

Wiederkehrende Clostridium difficile Infektionen beim Menschen werden anscheinend besser behandelt mit einer Stuhltransplantation (verdünnter menschlicher Kot wird in den menschlichen kranken Darm injiziert) als mit Antibiotika, wie Els van Nood, Universität Amsterdam, nachweisen kann.

Beeinflusst die Darmflora die Aktivität zweier mit Angst assoziierter Gene NGFI-A und BDNF? Anscheinend ja. Einerseits durch bestimmte Zugabe von zum Beispiel  einer Lactobacillengruppe, andererseits durch Übertragung von Bakterienkuturen anderer Därme. Weitere Untersuchungen sind erforderlich.

Welche Vorteile hat die Bakterienflora auf der Glans penis nach Circumcision gegenüber HIV, HPV2?  Welche Vor-, welche Nachteile ergeben sich hieraus?

Im Darm gibt es viel mehr Pilzarten als angenommen. Etwa Einhundert verschiedene Pilze wurden bisher entdeckt. Die „MYKOBIOM“ Forscher entdeckten den Zelloberflächenrezeptor Dectin1, der Pilzen als „Pilzanker“ zur Verfügung steht. Fehlt dieser Rezeptor, entstehen erhebliche Zytokinmengen, eine Darmentzündung entwickelt sich mit starkem Gewichtsverlust. Plötzlich entstehen in diesem veränderten Darmmilieu„ pathogene zufällige Pilze“ wie Trichosporon, andere harmlose Arten wie Sacharomyces gehen zurück, die bakterielle Darmflora änderte sich eher nicht.

Die nächsten Ergebnisse im Rahmen des amerikanischen und europäischen Mikrobiom-Projektes werden sowohl die Immun-, Hormon-, Biorhythmus-, Genforschung maßgeblich beeinflussen.

Dr. med. Peter Strauven MSc.
Facharzt für Allgemein- und Ernährungsmedizin

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